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Interview mit Maximilian Both von Wechselpilot

Interview mit Maximilian Both von Wechselpilot

Einmal anmelden und immer im besten Strom- und Gastarif sein? Möglich ist das mit Wechselpilot, einem Startup aus Hamburg. Das folgende Interview wurde mit einem der Gründer von Wechselpilot – Maximilian Both – geführt und gibt einige interessante Einblicke in die Gründung und die Zeit danach.

Wie ist die Idee entstanden und wann?

An den genauen Zeitpunkt können wir uns nicht erinnern. Grundsätzlich ist es so, dass wir uns bei unserem Arbeitgeber kennen gelernt haben, wir waren lange im Stromhandel, in der Energiewelt tätig.

Unsere Freunde haben uns häufig kontaktiert: „Hey, ich hab da mal ne Frage, es gibt so viele Stromanbieter, welchen soll ich denn nehmen?“, diese Standardfrage tauchte immer wieder auf. Für uns war das recht klar: Such dir einen aus, einen guten Preis kriegst du sowieso, wenn du ein bisschen vergleichst, und wichtig ist: Jedes Jahr wechseln. Davon waren die Meisten aber schon überfordert bzw. hatten keine Lust, sich darum zu kümmern. Und so haben wir beide dann gesagt: Lass uns ein kleines Programm bauen, das sich darum kümmert, die Verträge regelmäßig zu wechseln. Und daraus ist Wechselpilot tatsächlich entstanden. Ich glaube, die Idee bzw. den ersten Prototypen hatten wir 2016. Anfang 2016 haben wir mit der Idee herumgespielt. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir schon ein eigenes Unternehmen, wir haben Handelsalgorithmen für größere Energieversorger programmiert. Die Sache hat dann erstaunlich gut funktioniert, es kamen immer mehr Freunde auf uns zu und haben gefragt, ob wir sie nicht eintragen könnten. Letztes Jahr (2017) sind wir schließlich produktiv herangegangen und haben es nicht nur für Freunde, sondern auch für fremde zur Eintragung geöffnet.

Und dann wurde es immer größer?

Ende 2016 konnten wir mehrere Business-Angel davon überzeugen, eine Investition zu tätigen, damit wir die Prozesse so aufbauen konnten, dass sie für Fremde nutzbar sind. Jan und ich sind beide Physiker, wir haben ein ziemlich gutes prozessuales Verständnis würde ich sagen, Zahlen liegen uns.

Marketing allerdings war nicht unser Kerngebiet, hier hilft uns als Business-Angel Nicki Stadlmaier. Er ist CEO von Stylight in München und kümmert sich dort um das Thema Online Marketing. Er hat uns dabei geholfen, die ersten Google Kampagnen aufzusetzen und uns gezeigt, wie verschiedene Dinge funktionieren. Er kümmert sich auch jetzt noch für uns darum. So konnten wir produktiv starten.

Das vergangene Jahr lief recht erfolgreich, wir hatten stetigen Kundenzuwachs und haben uns zum Ende des Jahres entschieden, das Projekt in Vollzeit zu betreiben und Mitarbeiter einzustellen. Zunächst haben wir durch eine Finanzierungsrunde getestet, ob wir Interessenten finden, die das Projekt unterstützen wollen. Geklappt hat es mit einer Gruppe aus Frankfurt, die uns helfen wollte und an die Idee geglaubt hat. Ende letzten Jahres war die Finanzierungsrunde abgeschlossen und dieses Jahr werden wir zeigen, dass wir der beständig steigenden Kundenzahl gewachsen sind.

War die erste Idee gleich das perfekte Endprodukt, oder hattet ihr einen längeren Findungsprozess, wie es aussehen soll?

Das Produkt an sich war uns immer klar, aber alle Feinheiten gleich zu Beginn genau zu definieren ist unmöglich. Das ergibt sich mit der Zeit. Ein großes Thema war: Was ist die genaue Zielgruppe? Wir hatten an junge, innovative Menschen gedacht, die schlicht keine Lust haben, sich selbst um ihren Stromtarif zu kümmern – es hat sich aber herausgestellt, dass diese Vorstellung nicht ganz der genauen Zielgruppe entsprach. Die Nutzer sind eher etwas älter und kennen sich nicht gut mit dem Internet aus. Dementsprechend muss man sein Produkt anpassen. Ich habe neulich ein Zitat gelesen: „Wenn man wartet, bis man das beste Produkt hat, dann hat man zu lange gewartet“. Ich glaube, keiner von uns hat heute noch die Zeit, ein Produkt komplett zu Ende zu denken und es dann erst auf den Markt zu bringen. Dann gibt’s schon zu viele Leute, die ein Konkurrenzprodukt entwickelt haben.

Zusammenfassend gesprochen hatten wir zwar eine Idee, was wir bauen wollen, aber so wie es jetzt geworden ist, haben wir es uns am Anfang wahrscheinlich nicht vorgestellt.

Ein weiteres wichtiges Thema ist die Ausarbeitung des passenden Geschäftsmodells. Uns war es wichtig, den Kunden absolut in den Mittelpunkt zu stellen. Was ist das Beste für den Kunden? Wie können wir das im Geschäftsmodell sicherstellen?

Es gibt Mitbewerber, die den Dienst gratis anbieten und sich über Provisionen von Stromversorgern finanzieren, was aus unserer Sicht überhaupt keinen Sinn macht.

Ich würde niemandem eine Blankovollmacht geben und mich darauf verlassen, dass der Anbieter in meinem Sinne handelt und den günstigsten Tarif raussucht, wenn die Finanzierung von der anderen Seite sichergestellt wird. Jedes Geschäftsmodell hat auch den Zweck Geld zu verdienen – er würde demzufolge immer den Anbieter auswählen, der ihm die höchste Provision zahlt, weil es egal ist, was beim Kunden ankommt. Bei uns ist das anders, wir verdienen ausschließlich, wenn der Kunde auch wirklich von dem profitiert, was wir getan haben- wir bekommen 20% der Einsparung.

In unserem Geschäftsmodell ist somit verankert, dass wir immer das Beste für den Kunden tun. Das war von Anfang an klar.

Was war in der Gründungsphase problematisch und wer oder was hat euch geholfen, diese Probleme zu überwinden? Ihr hattet ja bereits Erfahrung.

Was auf jeden Fall geholfen hat: Dass wir zu zweit waren. Mit jemandem zu zweit zu gründen, mit dem man die Idee zum tausendsten Mal durchgehen und die letzten Feinheiten besprechen kann, ist meiner Meinung nach das Wichtigste gewesen.

Eine Schwierigkeit am Anfang war, dass es viel mehr zu tun gab, als zwei Leute erledigen können. Besonders hilfreich waren an dieser Stelle unsere Business-Angel, die uns nicht nur finanziell, sondern auch mit Rat und Tat unterstützt haben. Zeitweise haben sie in der Aufbauphase tatsächlich mitgearbeitet. Das war auf jeden Fall wichtig. Ein anderes Thema ist, sich Leute zu suchen, mit denen man zusammenarbeiten kann, zum Beispiel für das Design. Das war wirklich schwierig – externe Leute zu finden, mit denen es funktioniert. Dabei ist man im Vorteil, wenn man vorher schon einmal gegründet hat, weil man ggf. schon Kontakte hat oder gute Agenturen kennt. Dadurch spart man sich eine Menge Zeit und auch Nerven.

Wen könnte man denn fragen, wenn man noch keine Erfahrung hat, welche Strategien gibt es, an gute Leute zu kommen?

Persönliches Netzwerk nutzen, die Augen offen halten. Wir haben zum Beispiel unseren Frontend Entwickler gefunden, weil er unter einen Post von uns, der von einem Freund geshared wurde, kommentiert hat: „Was ist’n das für ‘ne hässliche Internetseite!“ Über meinen Freund konnte ich herausfinden, wer der Typ ist, und es stellte sich heraus: Er macht Websites. Also haben wir ihn eingeladen und arbeiten jetzt schon seit einigen Jahren super erfolgreich zusammen.

Es sind immer die Zufälle. Es macht keinen Sinn, eine Website zu nennen, auf der sich Entwickler vorstellen – dann sind gleich wieder ganz viele drauf, weil jeder den Kunden sucht. Aber die Leute, die gut sind, müssen ihre Kunden nicht suchen, die haben sie schon.

Zur Finanzierung: Wurde das Projekt komplett fremdfinanziert oder gab es auch Eigenkapital?

Wir haben zu Beginn viel gebootstrapped, um den Prototypen hinzukriegen, also eigenes Geld investiert. Andere Teile wurden aus der bestehenden Firma querfinanziert, weil wir dort viel entwickelt und die Codes im neuen Projekt verwendet haben. Im nächsten Schritt haben wir uns bewusst dazu entschlossen, Investoren zu suchen. Mit einem einfachen Hintergrund: Wenn wir keine finden, ist unser Geschäftsmodell vielleicht auch nicht so super, wie wir glauben.

Wir haben somit weitestgehend fremdfinanziert. Den Eigenanteil haben wir eingebracht, um zu zeigen, dass wir voll dahinterstehen.

Wie viele Klinken musstet ihr putzen? War das schwierig?

Unsere andere Firma wurde komplett selbst finanziert, dadurch hatten wir nicht viel Kontakt zu Investoren. Ein paar hatten wir schon angefragt, aber bei Investoren anzurufen ist ziemlich schwer, es kommt nicht viel dabei rum. Wir hatten mal wieder Glück, weil wir die richtige Partei getroffen haben – Vertragsmanager – das passte sehr gut ins Portfolio. Wir mussten nicht so viele Klinken putzen.

Das Umfeld von B2C ist schwierig. Wir geben ziemlich viel Geld unter anderem bei Google aus, was bei Investoren grade nicht besonders beliebt ist. Das ist nicht der Bereich, wo alle Geld hingeben. Genauso wie E-Commerce, das ist auch nicht mehr beliebt. Es gibt Innenbereiche, in die jeder investieren möchte- dazu zählten wir jedoch nicht. Aber ich glaube unser Geschäftsmodell hat jeden, der wirklich hineingeschaut hat, relativ schnell überzeugt.

Ist Hamburg eine gute Stadt zum Gründen? Wird man beraten, findet man Hilfe?

Wir arbeiten viel mit der HASPA zusammen. Das funktioniert wahnsinnig gut, ich finde es toll. Wir haben vorher in Berlin unsere Firma gegründet und mit der Bank dort hat das längst nicht so gut funktioniert. Sonst haben wir nicht wirklich viel genutzt, InnoRampUp zum Beispiel, das hat nicht zu uns gepasst. Meine Frau ist Hamburgerin, deshalb sind wir ursprünglich hierhergekommen. Es gibt viele Veranstaltungen für Startups, wir hatten keine Probleme Kontakte zu knüpfen- grundsätzlich super.

Welchen Ratschlag würdest du Leuten geben, die daran denken, ein Startup zu gründen?

Auf jeden Fall den richtigen Partner finden. Als Jan und ich damals den ersten Gesellschaftsvertrag unterschrieben haben warnte uns der Notar: „Ihr wisst, dass ihr grade euren Ehevertrag unterschreibt?“ Und genau so ist es. Man verbringt extrem viel Zeit mit dem anderen. Ich telefoniere wahrscheinlich mit Jan mehr als mit meiner Frau. Man sollte sich jemanden suchen mit dem man „in guten wie in schlechten Zeiten“ die richtige Kultur pflegt, mit dem man gut diskutieren kann und der nicht groß nachtragend ist. Es passieren einfach Sachen und dann muss man durch dick und dünn.

Zweiter Tipp: Manche Sachen einfach mal machen. Man muss nicht alles bis zum Ende durch analysieren. Viele Sachen kriegt man nur durch Testing raus. Ein bisschen Naivität gehört dazu. Es gibt eben Risiken und die muss man leider testen. Nicht zu lange warten, einfach machen.

Und drittens: Man muss genug Zeit mitbringen. Wenn man angestellt ist, hat man viel aktive Arbeitszeit. Wenn man Selbstständig ist, teilt sich die Arbeitszeit in „aktive“ und „inaktive“. Das bedeutet, man hat wahrscheinlich die besten Einfälle nachts im Bett, wenn man nicht schlafen kann. Dafür kann man sich die aktive Arbeitszeit einteilen. Man kann mittags mal länger Lunchmeeting halten, aber nacharbeiten muss man es trotzdem. Insgesamt ist die Arbeitszeit viel länger als bei einem Angestellten. Es gibt viele, die sagen: „Wow, toll, du hast deine Idee umgesetzt, und kannst deine Zeit jetzt total flexibel einteilen“ – aber ich glaube, für jemanden, der etwas sucht, wo er möglichst weniger arbeiten muss – für den ist selbstständig sein eher nichts. Gründen macht natürlich auch Spaß! Aber wer nur gründet, um schnell reich zu werden… Passiert auch manchmal – wird aber schwer.

Man hat eben nicht nur mehr Freiheiten, sondern auch mehr Verantwortung- und neue Sorgen?

Ja klar, man hat Sorgen! Beim Startup gründen brennt es überall und man muss immer versuchen, sich eine Roadmap zu erstellen und die knallhart durchzuziehen. Dein neuer Chef ist dann deine Verantwortung, du arbeitest sehr viel mehr und es lässt dich nicht los, selbst wenn du im Urlaub bist.

Eure Gründung lief parallel dazu, dass ihr Vollzeit Selbstständig in eurer anderen Firma gearbeitet habt, richtig?

Ja, wir waren selbstständig in der anderen Firma. Damit hatten wir sehr viel Glück. Wir haben dem Arbeitgeber, bei dem wir ursprünglich zusammen angestellt waren, davon erzählt, dass wir gerne etwas Eigenes gründen würden. Unsere Idee drehte sich um vollautomatisierten Stromhandel. Wir konnten aus der Firma ausscheiden und haben unseren Arbeitgeber direkt als ersten Kunden mitgenommen. Wir hatten nicht viel Risiko, mussten nicht viel investieren außer Zeit und einen Laptop, das war’s – wir hatten keine hohen Finanzierungskosten. In diesem Betrieb konnten wir vieles automatisieren und somit war nebenbei genug Zeit, um etwas Anderes zu gründen.

Was sind deine Schlussworte?

Wir wollen DER Ansprechpartner für alles rund um deine Energieverträge sein. Wir sind so tief aus dem Energiebereich, dass wir die Tricks von den Anbietern und Vergleichsportalen sehr gut kennen und entsprechend reagieren können. Mit Sicherheit mehr als jeder, der sich nur einmal im Jahr damit beschäftigt.

 

Das Interview wurde geführt von der Online Marketing Agentur Startup Studio aus Hamburg.

IMANOX – Erinnerungsfoto in virtuellen Welten

Heute stellen wir euch das Team von IMANOX in einem Startup Portrait vor. Sie haben ein “vollautomatisiertes Fotosystem entwickelt, das mit innovativer 3D-Sensor Technologie seine Nutzer in jede nur vorstellbare Hintergrundszenerie einfügt“.

Stelle bitte eure Idee und Team vor

Zusammen mit unserem Team und ausgewählten Partnern haben wir das intelligente Fotosystem FX.one entwickelt. Wir, das sind Manuel Kolmet, Informatiker, und ich, Johannes Darrmann, Wirtschaftsjurist. FX.one gibt Nutzern, beispielsweise Gästen auf Events oder an anderen Orten die Möglichkeit, Fotos von sich in jeder nur denkbaren virtuellen Szenerie zu erstellen und so eine einzigartige Erinnerung mit nach Hause zu nehmen. Es beamt quasi die Nutzer realistisch in die Hintergrundszenerien.

Das Design, die Hardware und die Software des FX.one haben wir selbst entwickelt und bringen automatische Fotosysteme damit auf ein neues Level. Besonders stolz sind wir darauf, dass unsere Software des FX.one ganz ohne den fehleranfälligen Greenscreen die Nutzer freistellt. Zudem arbeiten wir beim FX.one mit einer intelligenten Beleuchtungsanlage, die jeweils zur Szenerie die passenden Lichtverhältnisse schafft und den User auch dadurch optimal in die virtuelle Welt einbettet. Die Farb- und Größenanpassung der Nutzer werden für jeden Hintergrund individuell von unserem Algorithmus angepasst. So können die Nutzer – ähnlich wie in Photoshop – in mehrere Ebenen des Bildes in 3D eingebunden werden.

Die Hintergrundszenerien können, je nach Belieben des Veranstalters, designt und mit Markenbotschaften individualisiert werden. IMANOX verbindet somit Entertainment und Erlebniskommunikation auf interaktive und persönliche Art.

Wie bist du auf die Idee gekommen und was ist das Besondere daran?

Ich habe neben dem Abitur im Europapark Rust gearbeitet. In den Pausen haben mich immer wieder Parkbesucher gefragt, ob ich ein Foto von ihnen vor unterschiedlichsten Hintergründen machen könnte. Es wurden nach und nach immer mehr Personen und die Fotowünsche immer individueller. Da wurde ich neugierig und habe angefangen die Besucher nach ihren Kriterien für das optimale Foto zu fragen. Schon schnell kristallisierten sich drei wesentliche Faktoren heraus: Die Menschen wollen sich vor der Kamera wohlfühlen, gut in Szene gesetzt werden und am wichtigsten ist es ihnen, vor außergewöhnlichen Hintergrundszenerien fotografiert zu werden.

Da es hierfür noch keine automatische Lösung gab, habe ich es zum Anlass genommen, die Grundidee eines solchen Fotosystems zu entwickeln – da war ich gerade 18.

Ich selbst habe dann erst einmal Wirtschaftsrecht studiert und mir Unterstützung gesucht, gerade um die sehr technologischen Ideen und Features dieses Fotosystems zu verwirklichen. Mit Manuel habe ich genau den richtigen Partner gefunden. Er ist nicht nur ein sehr guter Entwickler, sondern entwickelt IMANOX durch eigene technische Ideen und Visionen um ein Vielfaches weiter als die anfängliche Idee.

Welche Entwicklung habt ihr bisher genommen und was ist euer bisher größter Erfolg?

Anfänglich wollten wir die Nutzer mittels einem Greenscreen ausschneiden und in die neuen Hintergründe hineinfügen. In Fernsehstudios ist das seit Jahren schon bekannt. Wir entwickelten die Hardware für das Fotosystem, implementierten unseren Algorithmus und testeten ihn mit Pilotkunden. Schnell erkannten wir, warum es kaum automatische Greenscreen Fotosysteme in guter Qualität auf dem Markt gibt. Sobald die Nutzer zu nah an den Greenscreen traten oder etwas Grünes anhatten, schlug der die Software fehl.

Manuel entwickelte mit der 3D Sensor Technologie eine völlig neue Methode um Menschen ohne Fehler in ein anderes Bild hinein zufügen. Wir sind stolz darauf beide mit damals 22 Jahren ein komplett neues Fotosystem mit innovativer Software und hochwertigem Hardwaredesign für einen interessanten Markt entwickelt zu haben. Jetzt kann die unternehmerische Reise richtig los.

Welche Schwierigkeiten oder Hindernisse sind euch bisher begegnet und wie bzw. mit welcher Hilfe habt ihr diese lösen können?

IMANOX will gesund wachsen. Eine große Herausforderung besteht darin Entwicklungsprozesse nicht zu überstürzen, sondern eine gesunde Basis zu schaffen, auch wenn dies meist etwas mehr Arbeitsinput bedeutet. In Bezug auf die Produktentwicklung, war vor allem der Entwicklungsaufwand der Software höher, als zunächst angenommen. Da wir die Geschwindigkeit bis zum Markteintritt weiterhin hochhalten wollten, haben wir die Entscheidung getroffen mit externen Softwareentwicklern zusammen zu arbeiten. Es hätte viele Ausfahrten mit niedrigerer Bild- und Prozessqualität gegeben, diese haben wir zum Glück nicht genommen, sondern an unserem Anspruch festgehalten. Das zeigt sich heute in der Qualität des FX.one Fotosystems.

Was sind die nächsten Schritte und was habt ihr für die Zukunft geplant?

Aktuell konzentrieren wir uns auf die Produktion und den Aufbau der Marke IMANOX. Da wir in der kurzen Zeit am Markt Anfragen aus ganz Deutschland erhalten, werden wir im Jahr 2018 in weiteren Städten Standorte gründen.

IMANOX Team

IMANOX Team

Es ist schwierig jetzt schon zu sagen, wo wir in ein paar Jahren stehen, aber wenn ich mir etwas wünschen kann, dann wäre es, dass sich IMANOX und das FX.one System nicht nur in Deutschland zu der Lösung für interaktive Markenkommunikation etabliert hat, sondern auch in Europa und vielleicht sogar darüber hinaus.

Verfolgt ihr bestimmte Prinzipien oder eine besondere Philosophie?

User First – FX.one ist mit der Maxime des besten Nutzer Erlebnisses entwickelt. Bei allen Punkten fragen wir uns, wie der Nutzer sich fühlt und dieses Gefühl gerne teile will.

Wir sehen in der nativen Markenkommunikation die Zukunft – Menschen teilen guten Content. Wir integrieren Markenbotschaften in persönliche Erinnerungsfotos, in denen der Nutzer im Mittelpunkt steht und die Marke natürlich mit transportiert wird.

Welche Tipps oder Erfahrungen könnt ihr anderen Existenzgründern weitergeben?

Der wichtigste Tipp ist immer positiv zu bleiben, egal wie stürmisch es gerade sein mag.

Zum anderen ist es wichtig, Themen frühzeitig in die Pipeline zu bringen und zu kommunizieren, selbst wenn sie erst zu einem späteren Zeitpunkt relevant werden. Das Unterbewusstsein sammelt in der Zeit periphere Informationen und fügt sie zu dem angesprochenen Thema hinzu.

Abschließend kann ich jedem empfehlen sich Mitgründer zu suchen, die einen sowohl fachlich als auch persönlich ergänzen.

 

IMANOX findet ihr auch auf Facebook.

Interview mit ArtNight: Aimie-Sarah Henze und David Neisinger

Interview mit ArtNight: Aimie-Sarah Henze und David Neisinger

Für unsere Interview-Serie haben wir heute ein Interview mit Aimie-Sarah Henze und David Neisinger von ArtNight. Die Fragen und Antworten finden sich anbei.

ArtNight

Stelle bitte deine / eure Idee und Team vor.

Wir sind Aimie-Sarah Henze und David Neisinger – die Gründer und Geschäftsführer von ArtNight. Wir wohnen und arbeiten in Berlin und haben inzwischen ein Team von 6 Mitarbeitern!

Wie bist du / seid ihr auf die Idee gekommen und was ist das Besondere daran?

Bei ArtNight geht es darum, Menschen zusammenzubringen um gemeinsam kreativ zu sein! Wir haben ein Netzwerk an professionellen Künstlern in derzeit 20 Städten, die in immer unterschiedlichen Bars und Restaurants ArtNights durchführen: Das heißt unsere Gäste kommen zusammen, werden angeleitet ihr eigenes Bild nach einem bestimmten Thema zu malen, lernen sich kennen, tauschen sich aus. Uns geht es darum, die Leute abends weg von den digitalen Geräten zu bringen und einfach einen spaßigen Feierabend zu genießen! Inzwischen haben wir unsere Veranstaltungen auch auf Firmen für Teambuilding-Events und besondere Ereignisse wie zum Beispiel Junggesellenabschiede oder Geburtstage erweitert.

Welche Entwicklung hast du / habt ihr bisher genommen und was ist dein / euer bisher größter Erfolg?

Wir haben in Berlin gestartet und sind inzwischen quer durch die Republik expandiert-  das ist ein tolles Gefühl! Außerdem motiviert jeden Tag das Feedback sowohl der Künstler als auch der Kunden, auch das sind jeden Tag Erfolgserlebnisse.

Welche Schwierigkeiten oder Hindernisse sind dir / euch bisher begegnet und wie bzw. mit welcher Hilfe habt ihr diese lösen können?

Wir haben “gebootstrapped”. Das hat zu der Herausforderung geführt, dass wir ohne viel Marketingbudget unsere Bekanntheit steigern mussten, um relativ schnell erste Umsätze einzufahren, um uns weiterzuentwickeln. Die Kommunikation von etwas, dass es in der Form noch gar nicht gibt und die Aufmerksamkeit dafür zu erlangen, war eine große Herausforderung! Gelöst haben wir dies einfach dadurch, dass wir auf allen Kanälen -von Twitter über Instagram, bis Facebook, SEO und Google Adwords- sehr stark gearbeitet haben und letztlich davon profitieren, dass die Bilderwelten, die auf den ArtNights entstanden, die Menschen auf uns aufmerksam gemacht haben. Je mehr Veranstaltungen wir dann ausgerichtet haben, desto stärker wurde neben dem viralen Effekt auch die Mund-zu-Mund Propaganda: Empfehlungen sind immer noch das beste Marketing!

Was sind die nächsten Schritte und was habt ihr für die Zukunft geplant?

Wir möchten erst einmal in noch mehr Städte überall in Deutschland expandieren, bevor wir auch die DACH-Region in den Angriff nehmen. Zudem soll es neben dem Malen auch weitere Eventangebote geben. Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt!

Verfolgt ihr bestimmte Prinzipien, eine besondere Philosophie oder setzt ihr interessante Techniken bei euch im Startup ein und wenn ja, welche?

Wir haben unser Start-up sehr “lean” aufgebaut: Das heißt wir haben unser Veranstaltungskonzept erst im Kleinen, jedoch direkt “live” getestet, haben das Angebot dann ständig optimiert und sind mit dem Produkt gewachsen!

Frida Kahlo-Artnight

Welche Tipps oder Erfahrungen kannst du / könnt ihr anderen Existenzgründern weitergeben?

Wichtig ist, sich nicht entmutigen zu lassen. Von Anfang an jedoch ein gutes Netzwerk aufzubauen, um sich externen Rat und eventuell sogar gleich zu Beginn Mentoren an Bord zu holen. Schließlich hat sich die MVP-Strategie für uns sehr bewährt und wir würden empfehlen, das Produkt von Anfang an nah am Kunden zu entwickelt: Es ist besser, als monatelang vor sich hin zu schustern und dann zu merken, dass es am Markt gar nicht ankommt!

 

Wir danken Aimie-Sarah Henze und David Neisinger von ArtNight für die ehrlichen Antworten! Wenn ihr auch an einem Interview interessiert seid, dann könnt ihr euch auf unserer Seite zur Startup Präsentation informieren.

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