Interview mit ArtNight: Aimie-Sarah Henze und David Neisinger

Interview mit ArtNight: Aimie-Sarah Henze und David Neisinger

Für unsere Interview-Serie haben wir heute ein Interview mit Aimie-Sarah Henze und David Neisinger von ArtNight. Die Fragen und Antworten finden sich anbei.

ArtNight

Stelle bitte deine / eure Idee und Team vor.

Wir sind Aimie-Sarah Henze und David Neisinger – die Gründer und Geschäftsführer von ArtNight. Wir wohnen und arbeiten in Berlin und haben inzwischen ein Team von 6 Mitarbeitern!

Wie bist du / seid ihr auf die Idee gekommen und was ist das Besondere daran?

Bei ArtNight geht es darum, Menschen zusammenzubringen um gemeinsam kreativ zu sein! Wir haben ein Netzwerk an professionellen Künstlern in derzeit 20 Städten, die in immer unterschiedlichen Bars und Restaurants ArtNights durchführen: Das heißt unsere Gäste kommen zusammen, werden angeleitet ihr eigenes Bild nach einem bestimmten Thema zu malen, lernen sich kennen, tauschen sich aus. Uns geht es darum, die Leute abends weg von den digitalen Geräten zu bringen und einfach einen spaßigen Feierabend zu genießen! Inzwischen haben wir unsere Veranstaltungen auch auf Firmen für Teambuilding-Events und besondere Ereignisse wie zum Beispiel Junggesellenabschiede oder Geburtstage erweitert.

Welche Entwicklung hast du / habt ihr bisher genommen und was ist dein / euer bisher größter Erfolg?

Wir haben in Berlin gestartet und sind inzwischen quer durch die Republik expandiert-  das ist ein tolles Gefühl! Außerdem motiviert jeden Tag das Feedback sowohl der Künstler als auch der Kunden, auch das sind jeden Tag Erfolgserlebnisse.

Welche Schwierigkeiten oder Hindernisse sind dir / euch bisher begegnet und wie bzw. mit welcher Hilfe habt ihr diese lösen können?

Wir haben “gebootstrapped”. Das hat zu der Herausforderung geführt, dass wir ohne viel Marketingbudget unsere Bekanntheit steigern mussten, um relativ schnell erste Umsätze einzufahren, um uns weiterzuentwickeln. Die Kommunikation von etwas, dass es in der Form noch gar nicht gibt und die Aufmerksamkeit dafür zu erlangen, war eine große Herausforderung! Gelöst haben wir dies einfach dadurch, dass wir auf allen Kanälen -von Twitter über Instagram, bis Facebook, SEO und Google Adwords- sehr stark gearbeitet haben und letztlich davon profitieren, dass die Bilderwelten, die auf den ArtNights entstanden, die Menschen auf uns aufmerksam gemacht haben. Je mehr Veranstaltungen wir dann ausgerichtet haben, desto stärker wurde neben dem viralen Effekt auch die Mund-zu-Mund Propaganda: Empfehlungen sind immer noch das beste Marketing!

Was sind die nächsten Schritte und was habt ihr für die Zukunft geplant?

Wir möchten erst einmal in noch mehr Städte überall in Deutschland expandieren, bevor wir auch die DACH-Region in den Angriff nehmen. Zudem soll es neben dem Malen auch weitere Eventangebote geben. Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt!

Verfolgt ihr bestimmte Prinzipien, eine besondere Philosophie oder setzt ihr interessante Techniken bei euch im Startup ein und wenn ja, welche?

Wir haben unser Start-up sehr “lean” aufgebaut: Das heißt wir haben unser Veranstaltungskonzept erst im Kleinen, jedoch direkt “live” getestet, haben das Angebot dann ständig optimiert und sind mit dem Produkt gewachsen!

Frida Kahlo-Artnight

Welche Tipps oder Erfahrungen kannst du / könnt ihr anderen Existenzgründern weitergeben?

Wichtig ist, sich nicht entmutigen zu lassen. Von Anfang an jedoch ein gutes Netzwerk aufzubauen, um sich externen Rat und eventuell sogar gleich zu Beginn Mentoren an Bord zu holen. Schließlich hat sich die MVP-Strategie für uns sehr bewährt und wir würden empfehlen, das Produkt von Anfang an nah am Kunden zu entwickelt: Es ist besser, als monatelang vor sich hin zu schustern und dann zu merken, dass es am Markt gar nicht ankommt!

 

Wir danken Aimie-Sarah Henze und David Neisinger von ArtNight für die ehrlichen Antworten! Wenn ihr auch an einem Interview interessiert seid, dann könnt ihr euch auf unserer Seite zur Startup Präsentation informieren.

Normung, Standardisierung und Patente – Was ist das und was bringt es?

Normung, Standardisierung und Patente – Was ist das und was bringt es?

Viele Unternehmen – besonders jüngere Unternehmen oder gar Startups – sind sich der Möglichkeiten und der vielen positiven Effekte nicht bewusst, die sich aus Aktivitäten in Standardisierung, Normung oder Patentierung für ihr Unternehmen eröffnen können. Hört man sich unter Unternehmen um, so ist den meisten weder der Unterscheid zwischen Normung und Standardisierung, noch der Aufwand, der sich bei einer Patentierung ergibt, bekannt*.

Solche Aktivitäten können aber einen positiven Einfluss auf den Unternehmenserfolg durch z. B. Wissenstransfer, Marketing, technische Kompatibilität von Systemen, Netzwerkeffekte, Rechtssicherheit oder Schutz geistigen Eigentums haben. Daher hat Dominik Heinz, der bei EY als Data Scientist in der Service Line Financial Accounting Advisory Services arbeitet, im Rahmen seiner Masterarbeit ein Modell entwickelt (mit der Unterstützung der Mitarbeiter Herr Dr. Nizar Abdelkafi und Herr Sergiy Makhotin vom Fraunhofer IMW in Leipzig), welches eine an die jeweiligen Bedürfnisse des Unternehmens angepasste Strategie hinsichtlich dieser Optionen vorschlägt. Im folgenden wird dieses Modell näher beschrieben.

Entscheidungsbaum zur Visualisierung der Strategie sowie Online Umfrage

Das Modell haben sie hier in Form eines Entscheidungsbaumes dargestellt, in dem man an so genannten Knotenpunkten eine Antwort auf eine Frage gibt (z. B. „Ist es für meine Firma wichtig, mein Wissen explizit zu schützen?“) und man in Abhängigkeit der Antworten verschiedene Pfade einschlägt. Durchläuft man den jeweiligen Pfad, so gelangt man letzten Endes an einen Endpunkt, an dem eine Strategie vorgeschlagen wird. Da Entscheidungsbäume auch eine Methode des so genannten Machine Learnings sind, in dem Algorithmen Individuen anhand von Eigenschaften möglichst zielgenau klassifizieren**, erschien ihnen eine Methodik, die neben einem theoretisch fundierten Modell auch noch Eigenschaften und Entscheidungen von Unternehmen empirisch betrachtet, als wertvolle Ergänzung. Aus diesem Grund haben sie neben der Entwicklung des Modelles noch eine Online-Umfrage gestartet, die sich an junge, innovative Unternehmen gerichtet hat.

Entscheidungsbaum

Entscheidungsbaum

Patentierbarkeit und Schutz geistigen Eigentums als entscheidende Kriterien

Die statistischen Analysen haben einige spannende Zusammenhänge aufzeigen können. So konnten sie ihren theoretischen Entscheidungsbaum durch das Auswerten von Unternehmensdaten teilvalidieren: i.d.S. waren die wichtigsten Kriterien, sich zwischen Normung, Standardisierung und Patentierung zu entscheiden, die Frage, ob das Produkt patentierbar ist und wie wichtig der Schutz geistigen Eigentums ist. Im Falle von patentierbaren Produkten haben sich Unternehmen eher für Patente und bei Produkten, deren Schutz geistigen Eigentums weniger wichtig war, sich eher für Standards und Normen entschieden.

Standardisierung / Normung mit positiver Nutzen-Kosten Bilanz, in späterem Unternehmensalter

Die Umfrage-Ergebnisse konnten noch weitere wichtige Erkenntnisse liefern. So war das Argument „Vertrauen der Kunden“ das wichtigste Argument für Standards, Normen und Patente wohingegen die Langwierigkeit von Patentverfahren und das Finden von Kompromissen mit anderen Standardisierungsteilnehmern als die größten Hindernisse von Patentierung und Standards / Normen galten. Weiterhin konnte man anhand der Daten erkennen, dass Unternehmen eher in früheren Jahren Patente anmelden und tendenziell später in der Normung / Standardisierung aktiv werden. Außerdem wurden Unternehmen nach Kosten und Nutzen von Standardisierung / Normung und Patentierung befragt. Hier wurde ersichtlich, dass Standardisierung / Normung ein positives Nutzen-Kosten Verhältnis aufweist, während bei Patentierung kein solcher Effekt gefunden wird. I.d.S. kann Patentierung als notwendiges Übel interpretiert werden, während Normung / Standardisierung eine positive Nutzen-Kosten Bilanz aufweist.

Grenzen und methodische Schwächen der Masterarbeit

Die Grenzen dieser Masterarbeit sind sicherlich in ihren Methoden zu finden. So spielen Online-Umfragen in wissenschaftlichen Erhebungen praktisch keine Rolle, da sie nicht repräsentativ sind und die Teilnahme an diesen Umfragen meist nicht zufällig ist. Außerdem kann die Methode der Entscheidungsbäume aus dem Machine Learning nicht angewandt werden, da in dieser Arbeit viel zu wenige Beobachtungen von Unternehmen erhoben werden konnten. Da das theoretische Modell der Studenten aber einem Entscheidungsbaum gleich kam, haben sie sich trotz aller Bedenken für diese Methode entschieden.

Fazit

Unternehmen sollten in jedem Falle prüfen, ob sich eine Teilnahme an Normung, Standardisierung oder Patentierung lohnt. Meist sind hier sekundäre Effekte die ausschlaggebenden Argumente. Junge Unternehmen können den von ihnen entwickelten und teilvalidierten Entscheidungsbaum nutzen, um sich eine Entscheidungshilfe hinsichtlich dieser Optionen zu besorgen.

Teilvalidierter Entscheidungsbaum

Teilvalidierter Entscheidungsbaum

*Der Unterschied besteht darin, dass Normen in formellen Instituten erarbeitet werden während dies nicht der Fall für Standards ist. Summiert man alle Kosten zusammen, liegen Patentkosten im vier- bis fünfstelligen Bereich.

** Man kann sich folgendes Beispiel vorstellen: man sammelt Eigenschaften von 1000 Blumen und versucht anhand der Eigenschaften die jeweilige Blumenart vorherzusagen. Wahrscheinlich wird der Algorithmus große, lilafarbene Blumen in den meisten Fällen als Orchidee klassifizieren.

User Generated Content: Drei Wege zur effektiven Neukundengewinnung

User Generated Content: Drei Wege zur effektiven Neukundengewinnung

Authentisch, ehrlich und für Unternehmen oft kostengünstig: Mit User Generated Content haben Unternehmen die Möglichkeit, Kunden nachhaltig und effizient an sich zu binden. Die Möglichkeiten, wie und wo Nutzer Inhalte erstellen und platzieren, sind dabei recht umfangreich. Wie Unternehmen User Generated Content generieren können, hat Cecil von Croÿ, Gründer und Geschäftsführer von PrintPeter – einem Experten für die Bindung vor allem junger Kunden – zusammengefasst.

Eigene Texte schreiben, Videos drehen, Podcasts aufnehmen: Spätestens mit dem Siegeszug der Social-Media-Plattformen können Nutzer selbst zu Produzenten ihrer eigenen Inhalte werden. Inzwischen haben auch Unternehmen diesen Trend für sich entdeckt und nutzen die Produktionsfreudigkeit vor allem junger und im Netz aktiver Nutzer, um Marken zu etablieren, neue Kunden zu gewinnen und bisherige zu begeistern. User Generated Content lautet das Stichwort. Cecil von Croÿ, Gründer und Geschäftsführer von PrintPeter, erklärt, welche Möglichkeiten Unternehmen haben, um diesen Trend nachhaltig für sich zu nutzen.

Variante 1: Bewertungsmöglichkeiten schaffen

Wohl kaum eine Marketingmaßnahme ist so effektiv wie die klassische Empfehlung von Nutzer zu Nutzer. Wer weiß, dass andere Konsumenten von einem Produkt oder einer Dienstleistung ins Schwärmen geraten, wird nachweislich seine Kaufentscheidungen danach ausrichten. Ganz ohne große Budgetaufwendungen ist es daher für Unternehmen sinnvoll, Bewertungsmöglichkeiten zu schaffen. Auch wenn aus Furcht vor Shitstorms und Negativkommentaren so manches Unternehmen vor diesem Schritt zögert, überwiegen doch klar die Vorteile. Keine Broschüre, Website und kein Werbespot, die allesamt von professionellen Textern erstellt wurden, vermag die Authentizität zu kopieren, die in einer ehrlichen Nutzermeinung steckt. Allerdings gilt hier insbesondere die Maxime: Wer als Unternehmen die Beiträge der Nutzer zu stark zensiert oder verändert, macht sich unglaubwürdig und könnte Verbraucher abschrecken.

Variante 2: Best-of und Gewinnspiele anbieten

Egal ob die Kreissparkasse ihre Kunden bittet, Spartipps einzuschicken, oder ob der Bohrmaschinenhersteller die Kunden auffordert, Videos mit ihren Bauprojekten aufzunehmen: Die Möglichkeiten von User Generated Content kennen kaum Grenzen. Bei dieser zweiten Variante greift ein Unternehmen einfach auf eine bestehende digitale Infrastruktur zurück und nutzt beispielsweise Facebook oder YouTube, um mit den Verbrauchern zu interagieren und ihnen durch die sozialen Netzwerke eine Veröffentlichungsplattform zu bieten.

Der Grundgedanke ist dabei entsprechend einfach: Das Unternehmen ruft die Nutzer dazu auf, Inhalte in Verbindung zu dem Unternehmen zu erstellen. So könnte ein Pfannenhersteller dazu auffordern, leckere Pfannenrezepte auf Social Media-Kanälen zu posten oder eine Krankenversicherung bittet, Tipps für die Gesundheit einzuschicken. Am besten funktionieren diese Aufrufe in Verbindung mit einem Gewinnspiel, sodass der Anreiz zum Mitmachen entsprechend groß ist. In jedem Fall ist es immer sinnvoll, dass das Unternehmen ein Best of erstellt, Gewinner kürt und diese dann veröffentlicht oder auf eine offene Plattform zurückgreift, auf der die User ihre Inhalte direkt publizieren können. In vielen Fällen sind Aufmerksamkeit, Likes oder ein Gewinnspiel die Währung, mit der sich die Nutzer am stärksten motivieren lassen.

Variante 3: Eine eigene Plattform bieten

Je nach Wirtschaftszweig, in dem sich das Unternehmen bewegt, besteht auch die Möglichkeit, selbst eine Plattform für User Generated Content zu bieten. Ein Küchengerätehersteller kann beispielsweise eine Plattform erstellen, auf der sich die Nutzer über Rezeptideen austauschen. Das kann in Form eines Blogs oder Forums geschehen, Möglichkeiten gibt es viele. Unternehmen sollten allerdings beachten, dass mit steigender Nutzerzahl auch der Traffic wächst und dementsprechende Serverleistungen bereitgestellt werden müssen. Insbesondere Videos und Bilder erfreuen sich höchster Beliebtheit, benötigen aber weitaus größere Kapazitäten als reine Textplattformen. Darum sollten sich Unternehmen diesen Schritt gut überlegen. Wer sich dann allerdings als Plattform für User Generated Content etabliert hat, kann mit einer sehr treuen und kauffreudigen Kundschaft rechnen, die dann aus eigenem Antrieb als Markenbotschafter die Reichweite eines Produkts oder einer Marke erhöht.

Fazit

User Generated Content ist ein Trend, der aus dem Marketing des digitalen Zeitalters nicht mehr wegzudenken ist. “Um User Generated Content zu nutzen, müssen Unternehmen meistens nicht einmal eine Plattform neu erstellen. Sie können auch die bestehenden sozialen Netzwerke als Publishing-Plattformen für Gewinnspiele oder andere Wettbewerbe einsetzen”, so Cecil von Croÿ, Gründer und Geschäftsführer des Startups PrintPeter. Auch wer eine Bewertungs- und Kommentarfunktion einfügt, kann mit mittlerem Aufwand die Beziehung zu Kunden stärken. Von Croÿ: “Natürlich kann ein Unternehmen auch ganz neue Wege gehen und eine eigene Plattform aufbauen. In jedem Fall ist User Generated Content für alle eine Win-Win-Situation: für die Unternehmen, weil sie eine starke Kundenbeziehung aufbauen, aber auch für die Kunden, weil es einfach Spaß macht, selbst Inhalte zu generieren.”

Über PrintPeter

PrintPeter ermöglicht es immatrikulierten Studenten in Deutschland, ihre Lernunterlagen kostenlos zu drucken. Der Druck wird durch Unternehmen finanziert, die zielgruppenrelevante Werbung, Gewinnspiele, Produkt- und Unternehmensinformationen auf den Unterlagen platzieren. Neben dieser kostenlosen Druckvariante bietet PrintPeter auch eine werbefreie Variante an, mit der Studenten zu sehr günstigen Preise drucken können. Ein Premiumdruck, der das hochwertige Drucken von Abschlussarbeiten ermöglicht, rundet das Portfolio ab. Seit Mai 2017 haben Studenten in Österreich und der Schweiz unter der Domain printpeter.org Zugang zu den werbefreien Drucken.

ottonova – erste digitale Krankenvollversicherung Deutschlands – launcht offiziell

ottonova – erste digitale Krankenvollversicherung Deutschlands – launcht offiziell

Deutschlands erste komplett digitale Krankenvollversicherung   ottonova startet heute. Auf den Tag 134 Jahre nach Inkrafttreten des Krankenversicherungsgesetzes von Otto von Bismarck sorgt ottonova dafür, dass sich die Vorteile der Digitalisierung auch in der Versicherungsbranche durchsetzen.

Nach eineinhalb Jahren Vorbereitung und einem gründlichen Genehmigungsverfahren der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), fällt heute der Startschuss für den Vertriebsstart bei ottonova. Mit ottonova handelt es sich um die erste Neugründung einer Krankenvollversicherung seit über 17 Jahren. Dabei fungiert das in München ansässige Unternehmen als eigener Risikoträger – ein Novum in der deutschen InsurTech-Landschaft.

Bisher konnte ottonova rund 40 Millionen Euro Investorenkapital einsammeln. In einer aktuellen Serie-C-Finanzierungsrunde stellte u.a. die Debeka (Deutschlands größte private Krankenversicherung) 10 Millionen Euro für das InsurTech-Unternehmen bereit. Die bereits existierenden Geldgeber Holtzbrinck Ventures, Vorwerk Ventures, Tengelmann Ventures, BtoV und STS Ventures haben ebenfalls alle in der Runde mitgezogen.

„Wir freuen uns, dass wir solche starken Partner für ottonova gewinnen konnten, die unsere Vision einer zeitgemäßen und zukunftsweisenden Art der Krankenversicherung teilen“, sagt Roman Rittweger, Gründer und Chief Executive Officer von ottonova.

Die App als „digitaler Gesundheitspartner“

Mit der ottonova-App stehen alle Informationen rund um die Versicherung und die eigene Gesundheit auf einen Blick zur Verfügung. Mit Hilfe der integrierten „Concierge“-Funktion können sich Versicherte zum Beispiel medizinisch beraten oder Arzttermine vereinbaren lassen – ganz einfach per Chat oder Telefon, rund um die Uhr. Ebenso ist das Hochladen von Rechnungen und Dokumenten möglich, welche sofort analysiert werden. So werden u. a. Rückerstattungen innerhalb weniger Minuten sowie eine lücken- und papierlose Dokumentation gewährleistet. Weitere Features folgen in Kürze.

„Die Tatsache, dass wir eine komplett neue IT-Landschaft ohne Altlasten geschaffen haben, erlaubt uns eine agile Weiterentwicklung des Angebots und schnelle Innovationszyklen“, sagt Frank Birzle, Gründer und Chief Technology Officer von ottonova.

Verständlichkeit der komplexen Versicherungsmaterie

Der Kunde ist mit ottonova in der Lage, sich mittels transparenten und verständlichen Informationen, an allen Kontaktpunkten problemlos über das komplexe Thema der Krankenversicherung zu informieren. „Hierzu stellen wir ein ‚Lebensrechner‘-Tool auf unserer Website zur Verfügung“, kündigt Rittweger an und erklärt: „Hiermit kann man anhand persönlicher Angaben, wie zum Beispiel Einkommen oder Anzahl der Kinder, die eigenen Ausgaben für die Krankenversicherung je nach Lebensverlauf berechnen und bekommt parallel Vergleichswerte der gesetzlichen Krankenversicherung aufgezeigt. Viele Variablen lassen sich zudem eigens konfigurieren, so dass eine Prüfung verschiedener individueller Szenarien möglich ist und eine fundierte Entscheidung getroffen werden kann.“

Auf einen klassischen Maklervertrieb verzichtet ottonova komplett. Stattdessen kann der Kunde seinen Antrag flexibel, schnell und unabhängig online stellen –  wann und wo immer er möchte. Versicherungsexperten stehen per Chat oder telefonisch zur Verfügung, um Hilfestellung zu leisten.

Zwei Tarife

Zu Beginn bietet ottonova zwei Tarife an. „Wir haben die Auswahl bewusst begrenzt, um die Entscheidung für den Kunden einfach zu halten. Beide Tarife bieten Leistungen auf Höchstniveau und wurden von der Assekurata, der führenden Rating-Agentur für Versicherungsprodukte, mit Bestnoten bewertet“, erklärt Rittweger.

Der „Business Class“-Tarif richtet sich mit dem sogenannten Primärarztprinzip an Kunden, die sich einen zentralen Ansprechpartner in Gesundheitsfragen an ihrer Seite wünschen und denen ein gutes Preis-Leistungsverhältnis wichtig ist. Der Primärarzt kann ein selbstgewählter Haus-, Allgemein-, Kinder-, Frauen-, Nerven- oder Notarzt sein und unterstützt den Versicherten bei der Auswahl der richtigen Therapie und der richtigen Fachärzte. „Wer sich für den ‚Business Class‘-Tarif entscheidet, kann auch den Concierge als Primärarzt nutzen, so dass man per App direkt eine Facharztempfehlung bekommt.“, stellt Rittweger klar.

Der „First Class“-Tarif ermöglicht den direkten Weg zum Facharzt und bietet einen noch umfassenderen Premium-Schutz, wie zum Beispiel das Einbettzimmer bei Krankenhausaufenthalten oder höhere Zahlungen bei Privatkliniken.

Beworben werden beide Tarife ab sofort mit dem Claim „Upgrade Your Health“.

Über ottonova

ottonova ist die erste komplett digitale Krankenvollversicherung Deutschlands. ottonova ist auch das erste Angebot dieser Art in Europa. Namentlich angelehnt an den Erfinder der Krankenversicherung, Otto von Bismarck, treibt ottonova die Digitalisierung der Versicherungs- und Gesundheitsbranche voran. Es ist das erste InsurTech-Unternehmen in Deutschland, das als eigenständiger Risikoträger aktiv wird und zudem die erste PKV-Neugründung seit über 17 Jahren. Durch eine eigens entwickelte App, die den Nutzern als „persönlicher Gesundheitspartner“ dient, wird eine junge und digital-affine Zielgruppe angesprochen. Die Gründer von ottonova sind Dr. med. Roman Rittweger (CEO, Mediziner & MBA), Frank Birzle (CTO, Informatiker) und Sebastian Scheerer (CDO, Designer), der Unternehmenssitz ist in München. Weitere Informationen unter www.ottonova.de.

Tech Open Air startet 2017 in seine bis dato größte Edition

Tech Open Air startet 2017 in seine bis dato größte Edition

Berlin, 31. Mai 2017. Das Tech Open Air Festival, kurz TOA, geht in diesem Jahr mit vier Tagen, über 200 Speakern, 200 Satellite-Events und 20.000 erwarteten Teilnehmern in die siebte und bis dato größte Runde: Bereits seit sechs Jahren ist das einzigartige Festival meets Konferenz Format fester Bestandteil der internationalen Startup- und Tech-Welt und knüpft ein Band zwischen den unterschiedlichsten Disziplinen wie Technologie, Musik, Kunst und Wissenschaft. Dieses Jahr wird das Event um einen Tag erweitert und findet vom 11. bis zum 14. Juli in Berlin statt. Am ersten und vierten Tag, sowie an den beiden Abenden der Konferenz am 12. und 13. Juli, werden Satellite-Events in der ganzen Stadt veranstaltet. Diese werden von nationalen und internationalen Konzernen, Startups, wissenschaftlichen Institutionen etc. gestaltet und organisiert. Für 2017 haben u.a. bereits Kayak, Zalando, Kickstarter, Startupbootcamp, Quandoo, Trivago, DB Labs, Deutsche Börse und viele weitere Satellites bestätigt. Die Konferenztage finden auch 2017 im einzigartigen Berliner Funkhaus am Spreeufer statt. Neu dazu kommt vor Ort neben dem Außenbereich zum Netzwerken und den ehemaligen Sendesälen für Panels, Keynotes, Knowshops sowie Kunst- und Musikinstallationen, auch das Haus of Tech, eine 3.000m² große Ausstellungsfläche in einer ehemaligen Industriehalle mit fünf verschiedenen Themenbereichen – AR/VR Entertainment, Mobilität, Energie/Cleantech, Life Sciences/Social Impact, Data Infrastructure und Fintech. Der klare Fokus hier: B2B Matchmaking.

Wir haben mit TOA in diesem Jahr sicherlich einen der größten Sprünge in unserer Entwicklung gemacht. Nicht zuletzt ist das auch unseren Welttour-Stops in L.A., Tokyo und Austin zu verdanken.”, berichtet TOA Gründer Niko Woischnik. “Damit können wir bei unserer Berliner Edition in 2017 in Sachen Internationalität und Diversität bei Speakern und Teilnehmern nochmal nachlegen. Darüber freue ich mich sehr – wir gehen damit einen weiteren Schritt in unserer Vision, eine globale Plattform für interdisziplinären Technologie-Austausch zu schaffen. Auch unserer neuen B2B Formate – die größere Ausstellungsfläche sowie unser Mittelstandsformat “Family Affairs”, das wir dieses Jahr erstmalig vorstellen werden, tragen dazu bei.”, so Woischnik weiter.

Key Facts

  • Nach Welttour Stops in u.a. L.A. und Tokyo bringt Europas größtes interdisziplinäres Festival bereits zum sechsten Mal die internationale Tech-und Kreativszene in Berlin zusammen
  • 20.000 Teilnehmer, 200 internationale Speaker & 200 Satellite Events werden erwartet
  • Highlights u.a.: Alex Ljung (Soundcloud), Rebecca Roth (NASA), Damian Bradfield (WeTransfer), Tom Hulme (Google Ventures), Jake Lodwick (Vimeo), Dan Zakal (Meetup) und Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries
  • In diesem Jahr wird das Festival auf 4 Tage verlängert: 11.-14. Juli 2017

Die ersten Speaker stehen bereits fest

Auch in diesem Jahr sind wieder hochkarätige Speaker, wie Soundcloud Gründer und CEO Alex Ljung, NASA Image coordinator & Social Media Specialist Rebecca Roth, Hector Ouilet, Head of Design, Google Search, Damian Bradfield, President, CMO, WeTransfer, David Eun, President, Samsung NEXT, Tom Hulme, General Partner, Google Ventures, Jake Lodwick, CoFounder, Vimeo, Dan Zakai, CoFounder & CEO, Meetup sowie der self-made Cyborg und Gründer von Cyborg Nest Liviu Babitz mit an Bord. Letzterer hat einen Chip entwickelt, der Menschen für nur 350 US-Dollar zum Kompass macht. Bestätigt hat ihre Teilnahme auch Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries. Weitere Speaker und Partner werden in den nächsten Wochen bekanntgegeben. Zudem darf sich auch wieder auf interaktive Formate wie der TOA Hardware Pitch und neu dabei der Chatbot Pitch gefreut werden. Komplementiert wird der diesjährige B2B Fokus durch das neue TOA “Family Affair” Format, das mittelständische, Familiengeführte Unternehmen mit Startups zusammen bringen wird. Im Haus of Tech sind bereits über 30 Partner bestätigt, darunter nationale wie internationale Player – bspw: BAYER, SAP, Airbus, Hubspot, KPMG, BCG Digital Ventures, AWS und viele mehr. Der Vorverkauf der Tickets läuft bereits auf Hochtouren: http://toa.berlin/tickets/. Als Satellite Event Host kann sich hier beworben werden.

TOA goes Global

Auch wenn Berlin immer zentral für das Tech Open Air bleiben wird, ist das große Ziel derzeit, über das Ökosystem Berlin hinaus die Startup-Welt zu vernetzen und neue Brücken in der internationalen Startup- und Kreativbranche zu schlagen und so weitere aufstrebende Technologie- und Digitalstandorte in das Netzwerk zu integrieren und mit Berlin zu verknüpfen. Neben ersten Stops in Los Angeles, Tokyo und Austin, stehen in den kommenden Monaten weitere Editionen bereits fest. Im Oktober geht es pünktlich zur 50-Jährigen Städte Partnerschaft wieder nach L.A. sowie im Februar nächsten Jahres nach Kapstadt. Weitere Ziele werden in den kommenden Wochen angekündigt.

Über Tech Open Air

Tech Open Air (TOA) ist Europas erstes und größtes interdisziplinäres Technologie-Festival aus Berlin. Ins Leben gerufen von Nikolas Woischnik knüpft das Festival ein Band zwischen den Disziplinen Technologie, Musik, Kunst und Wissenschaft und fördert Austausch und Zusammenarbeit über die Szene hinaus. Während des viertägigen Events finden neben interaktiven Konferenzen rund um die neuesten Trends in der Startup-Tech-Welt über 200 Satellite-Events in ganz Berlin statt. TOA spiegelt die Einzigartigkeit des Standorts Berlin wieder und ist eng mit dem Erfolg und der Entwicklung des Berliner Tech und Startup Ökosystems verbunden. In den letzten fünf Jahren ist das Event von einem gecrowdfundeten Festival zu einer internationalen Größe herangewachsen und konnte große Namen wie die Gründer von SoundCloud, Native Instruments, Hello Fresh, Zalando, OneFootball oder Berliner Startup „Urgesteine“ Christoph Maire (Atlantic Labs) und Project A in seiner ersten Finanzierungsrunde für sich gewinnen. TOA ist Teil der Tech Open Family, zu der neben dem 5000qm Coworking Space Ahoy Berlin auch die Online Plattform TechBerlin und der Startup Dienstleister Openers gehören.

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