Compliances: Das sollten Online-Händler beachten

Beim Aufbau eines eigenen Online-Handels gibt es mit Blick auf die Webseite und Einrichtung der Bezahlverfahren bestimmte gesetzliche Vorgaben und Verhaltensregeln, die zu beachten sind. Erfahren Sie hier, wie Sie Ihren E-Commerce-Auftritt Compliance-seitig absichern.

Jedes erfolgreiche Unternehmen fußt heute auf Governance und Compliance. Gemeint ist die Unternehmensführung mit klar definierten Richtlinien, ein wirksames Risikomanagement inklusive Risikoanalyse und ein Werk von internen oder externen, auch rechtlich verbindlichen Regeln oder Normen für die Bereitstellung von Informationen – eben Compliances genannt.

Compliance-Sicherheit schaffen

Wenn Sie ein E-Commerce-Geschäft starten wollen, müssen Sie vor allem auf Compliance achten. Das gilt besonders für die Bezahlabwicklung und die Einrichtung der von Ihnen geplanten Payment-Verfahren, seien es Kreditkarte, SEPA-Lastschrift oder das vom Münchner Zahlungsdienstleister PAYMILL angebotene Sofort mit Direktanweisung. Dazu benötigen Sie zunächst ein Händlerkonto bei einem Payment Service Provider wie PAYMILL oder einer Akzeptanzbank. Um so einen Händler-Account zu erhalten, müssen Sie belegen, dass Ihr Online-Auftritt den Compliance-Anforderungen entspricht. Die Erfüllung dieser Kriterien gewährleistet, dass Ihr Online-Handel rechtlich abgesichert ist und außerdem die Interessen und Rechte der Verbraucher gewahrt werden. Nur so können Sie Ihre Kunden langfristig an sich binden.

Anforderungen der Zahlungsdienste

Wenn Sie als Online-Händler für Ihre Kunden einen Zahlungsdienst in Anspruch nehmen wollen, müssen Sie zunächst einen Vertrag mit einer Akzeptanzbank abschließen, dies übernimmt zum Beispiel Ihr Payment Service Provider. Dazu und darüber hinaus müssen Sie eine Reihe von Anforderungen erfüllen und Informationen bereithalten, um von der Bank akzeptiert zu werden. Diese Informationen können bei der Registrierung oder auch zu einem späteren Zeitpunkt erforderlich sein.

Dazu gehören alle Geschäftsdaten einschließlich Handelsregisternummer, Adresse, Telefonnummer und Land des Antragstellers ebenso wie persönliche Daten zu den Mitgliedern des jeweiligen Unternehmens, wie Zeichnungsberechtigte und maßgebliche Anteilseigner. Hinzu kommen natürlich alle relevanten Kontodaten einschließlich Kontonummer, Bankname, SWIFT- oder BIC-Code.

„Der Prozess der Identifizierung und Überprüfung ist für regulierte Finanzinstitute obligatorisch. In einigen Fällen und in Abhängigkeit von den Umständen kann die Nichtbeachtung der angeforderten Informationen und/oder Dokumente die Ablehnung Ihres Händler-Antrags oder die Schließung Ihres bereits offenen Kontos verursachen“, betont Marie-Hélène Georges Managing Director bei PAYMILL, dem Tochter-Unternehmen der CYBERservices Group.

EU-weit gültige Verbraucherrechte

Die Rechte der Kunden gelten EU-weit und können unter europa.eu in allen Sprachen des europäischen Staatenverbundes nachgelesen werden. Dabei werden folgende fünf Punkte unterschieden:

  • Vertragsinformationen: Dazu gehören die wesentlichen Eigenschaften des Produkts, der Gesamtpreis inklusive Steuern und Gebühren, (gegebenenfalls) die Liefer- und andere Zusatzkosten, die Modalitäten bezüglich Zahlung, Lieferung und Leistung, der Händlername beziehungsweise die Händleridentität samt Anschrift und Telefonnummer sowie (gegebenenfalls) die Vertragslaufzeit und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGBs). Für den Online-, Telefon-, Versandkatalog- oder Haustürverkauf gelten unter anderem ein Widerrufsrecht innerhalb von 14 Tagen und der Grundsatz, dass der Kunde keine Liefer- und Zusatzkosten bezahlen muss, über die er nicht vorher informiert wurde. Wenn zutreffend, muss der Händler neben seiner rechtlichen Identität auch den Berufsverband angeben, dem er angehört. Die Handelsregisternummer des Händlers darf natürlich auch nicht fehlen. Der Kunde muss ferner auch darüber informiert werden, wie seine persönlichen Daten gesammelt und verarbeitet werden und welche Rechte der Kunde bezüglich der Löschung der Daten hat.
  • Preisbildung und Zahlungen: Der Kunde muss, wie gesagt, über den Gesamtpreis inklusive Steuern, Zusatzkosten und Gebühren informiert werden. Preisaufschläge bei der Verwendung von Kreditkarten etwa dürfen nicht höher sein als die tatsächlichen Kosten, die für den Händler anfallen. In manchen Ländern sind solche Zusatz-Entgelte sogar gänzlich verboten. Der Händler darf dem Kunden auch keine Kosten für Dienste „aufdrücken“: Ein bereits angekreuztes Kästchen, das nicht deaktiviert werden kann, gilt nicht als Zustimmung, weshalb der Kunde in dem Fall Anspruch auf Rückerstattung hat. Eine Preisdiskriminierung aufgrund von Staatsangehörigkeit oder Wohnsitz des Kunden ist ebenfalls nicht zulässig.
  • Mehrwertsteuer: Die Umsatz- oder Mehrwertsteuer (MwSt.) fällt innerhalb der EU nur einmal und nur in dem Land an, in dem der Kauf getätigt wurde. Für den Online-Kauf in einem anderen EU-Land können Sonderregeln gelten. Übersteigt der Online-Handel in ein anderes EU-Land eine gewisse Umsatzschwelle, gilt die Mehrwertsteuer des Bestimmungslandes. Die jeweiligen VAT Thresholds liegen je nach EU-Land meist bei 35.000 Euro (z.B. Frankreich, Italien, Griechenland, u.a.), in Deutschland dagegen sind es 100.000 Euro. Ausnahmen gelten für Autos sowie für Telekommunikations-, Rundfunk- und elektronische Dienste, denn dabei fällt die MwSt. aus dem jeweiligen Wohnsitzland an.
  • Versand und Lieferung: Zu den Lieferkosten siehe Punkt 1 und 2. Bei beschädigter Ware haftet der Händler für alle Schäden. Bei Lieferverzug nach mehr als 30 Tagen oder über die vereinbarte Lieferfrist hinaus muss der Kunde den Händler erinnern und eine zusätzliche, angemessene Lieferfrist setzen, bevor er sein Anrecht auf Kündigung und Erstattung des Kaufpreises geltend machen kann.
  • Gewährleistung und Rücksendungen: Sollte die Ware mangelhaft sein oder nicht der Werbung entsprechen, muss der Händler laut EU-Recht die Ware nachbessern, ersetzen, den Kaufpreis mindern oder erstatten. Beim Online-, Telefon- oder Haustürverkauf hat der Kunde das Recht, den Kauf oder die Bestellung der Ware binnen 14 Tagen ohne Angabe von Gründen zu widerrufen. Ausgenommen sind unter anderem Flugtickets, Fahrkarten, Hotelreservierungen, Buchungen von Mietautos, regelmäßig zugestellte Waren (z.B. Getränkelieferungen), maßgefertigte Waren, versiegelte Ton- und Bildträger sowie Software-Programme und digitale Online-Inhalte nach Download-Start. Für den Rücktritt vom Kaufvertrag gilt, dass Händler dem Kunden ein Muster-Widerrufsformular (siehe Richtlinien) zur Verfügung stellen und über etwaige Rücksendekosten informieren müssen. Der Kunde muss im Gegenzug die ungebrauchte Ware innerhalb von 14 Tagen zurücksenden und hat dann das Recht auf eine Erstattungsfrist von ebenfalls 14 Tagen.

Fazit und Rat zu anwaltlicher Unterstützung

Die hier beschriebenen Compliance-Anforderungen bezüglich der Verbraucherrechte und Geschäftsbedingungen sind eine wertvolle Basis für den Aufbau Ihres Online-Handels. Damit schützen Sie nicht nur Ihr junges E-Commerce-Geschäft, sondern schaffen auch die Grundlage dafür, Ihre Kunden bestmöglich abzusichern.

Um die Kunden langfristig an Ihr Geschäft zu binden, sollten Sie darum stets transparent und offen kommunizieren, was Lieferbedingungen und Zahlungsmodalitäten angeht und welche Versand- oder sonstigen Zusatzkosten auf sie zukommen. Damit Sie ganz auf der sicheren Seite sind, hält es PAYMILL Managing Director Marie-Hélène Georges für ratsam, „sich die Unterstützung eines Anwalts zu suchen, um Ihre Geschäftsbedingungen und Datenschutzerklärungen zu entwerfen“.

Worauf Online-Händler beim Versand achten sollten

Der richtige Umgang mit dem Versand ist ein ganz wichtiger Erfolgsfaktor beim Online-Handel. Mit den Lieferkosten steht und fällt oft, ob der Kunde am Ball bleibt oder abspringt.

Was so viele Kunden in die Arme von E-Commerce-Riesen wie Amazon oder Otto treibt, sind nicht zuletzt unschlagbare Versandkosten und Lieferzeiten. Kleinere Online-Händler können da meist nicht mithalten – zumindest preislich.

Abbrüche durch (zu hohe) Versandkosten

E-Commerce-Treibende haben natürlich ein Interesse daran, die Kosten für das Kommissionieren oder Zusammenstellen der Ware, für das Verpacken, den Versand und mögliche Retouren so niedrig wie möglich zu halten. Der Online-Kunde möchte möglichst wenig für die Zustellung bezahlen und die Ware bei Nichtgefallen problemlos wieder zurücksenden. Da treffen scheinbar zwei völlig unterschiedliche Welten aufeinander.

Wie eine Studie der Wharton (Business) School der University of Pennsylvania Ende 2013 gezeigt hat, haben damals 61 Prozent der Online-Shopper ihren Weihnachtseinkauf abgebrochen, wenn der Versand etwas gekostet hat. Andererseits waren 30 Prozent der befragten Kunden bereit, sogar etwas mehr auszugeben, wenn der Versand kostenlos war. Das sollte zu denken geben.

Lilibeth Lausin, Marketingmanagerin von Heroic Search mit Sitz in Dallas, Texas, kennt die Wharton-Studie, weist aber darauf hin, dass Europäer und gerade Deutsche meist abbrechen, weil sie einfach abgelenkt werden. Sie wertet das als Zeichen, dass die meisten europäischen E-Tailer ihre Abmelde- und Versandpraktiken schon optimiert haben. Denn offenbar fahren sie gut mit dem Online-Handel.

Lieferkonditionen abstecken

Der Trick besteht für sie darin, einen „immensen Wert zu den günstigsten Kosten“ anzubieten. Sie zitiert dabei aus der „Future of Retails 2016“-Studie der Chicagoer PR- und digitalen Marketingagentur Walker Sands, wonach neun von zehn Kunden sagten, dass die kostenlose Lieferung für sie der oberste Anreiz beim Online-Shoppen sei. Aus dem Grund komme es darauf an, nach Wegen zu suchen, um den Versand kostenlos oder so günstig wie möglich zu machen.

In Deutschland legt Lausin nahe, sich zunächst bei führenden Logistikunternehmen DHL und DB Schenker nach Lieferkonditionen zu erkundigen. Der Landweg ist natürlich meist günstiger als Luftfracht.

Vergleichsplattformen zu Rate ziehen

Lieferdienst-Vergleichsplattformen wie der PAYMILL-Partner Simplelogistik können dabei unterstützen, die günstigste Lösung zu finden. Der deutsche Service richtet sich sowohl an Privat- als auch an Geschäftskunden. Man gibt dort das Absende- und Zielland sowie die Maße und das Gewicht des zu versendenden Pakets ein und klickt dann auf „Berechnen“, um Angebote verschiedener Dienstleister zu erhalten. Auswahlkriterien können dabei nicht nur der Preis, sondern auch die Lieferzeit und die Höhe der Versicherungssumme sein. Beim Paketversand ist auch die Sendungsverfolgung enthalten. Es besteht ferner die Möglichkeit, dass die Ware ohne Empfänger abgestellt oder mit Terminankündigung zugestellt wird. Als Zahlungsmöglichkeiten bietet Simplelogistik zusammen mit PAYMILL unter anderem auch Sofort mit TÜV-zertifizierter und SSL-verschlüsselter Direktanweisung an (siehe „verlässliche Zahlungsdienste“).

Ferner empfiehlt Lausin auch die Nutzung von Multi-Carrier-Plattformen wie ShipStation für den Online-Versand und die Auftragsabwicklung. Die Lösung lässt sich als Add-on mühelos in Shopify integrieren und bietet unter anderem die Möglichkeit, Bestellungen zusammenzuführen und Hunderte von Adressetiketten verschiedener Lieferservices gleichzeitig zu erstellen. Shopify ist mit über 500.000 Händlern und einer Million aktiven Nutzern weltweit die führende Plattform zum Erstellen von Online-Shops.

Verlässliche Zahlungsdienste wählen

Interessanterweise ist der Mietshop-Service noch nicht auf Deutsch verfügbar, obwohl zwei der Gründer des kanadischen Unternehmens in Deutschland geboren und aufgewachsen sind. PAYMILL gehört übrigens zu den Partnern für die Zahlungsabwicklung in Europa, so auch für den Direktzahlungsweisungsservice Sofort.

Der IT-Experte Bruce Wahl hat in einem im PAYMILL Blog erschienenen Technivorz-Beitrag darauf hingewiesen, dass es beim grenzüberschreitenden Online-Handel wichtig ist, sich gegen die wachsenden Betrugsfälle zu wappnen. Es sollten daher keine Bestellungen aufgenommen werden, wenn sich das angegebene PayPal-Konto nicht bestätigen lässt. Kreditkarteninformationen sollten auch immer doppelt überprüft werden.

Außerdem rät Wahl, Informationen einzuholen, in welchen Ländern E-Commerce-Betrug sehr geläufig ist und wie die Behörden mit den Betrügern (englisch: scammers) verfahren. Die Services von Unternehmen wie Kount und Riskified, die sich auf das Monitoring und die Abwehr von Betrügereien im E-Commerce spezialisiert haben, seien zwar nicht günstig, können aber lohnenswert sein, so der IT-Experte.

Fachliche Unterstützung bei Außenhandel

Große Unternehmen haben ihre eigenen Zollagenten, Schiffs- oder Frachtmakler. Für kleinere Online-Händler, die ins Ausland liefern, kann es aber sinnvoll sein, sich an einen solchen Dienstleister zu wenden.

Der Zollagent (englisch: customs broker) hilft zum Beispiel bei der Abwicklung von Zollerklärungen, berät aber meist auch in Logistik- und Außenhandelsfragen. Ein Suchbegriff kann auch Außenhandelsmanagement sein. Solche Dienste handeln bei großen Volumina oft auch günstigere Konditionen aus. Große Online-Häuser haben dafür eine eigene Abteilung.

What would Amazon do (WWAD)?

Das ist derzeit die Frage, die sich viele Online-Händler stellen. Das Modell des neuen Lieferservice Amazon Pantry mit Gratis-Standardversand beim Kauf von vier ausgewählten Artikeln, so das aktuelle Aktionsangebot, würde andere Händler schnell in die Knie zwingen, lohnt sich aber für den Versandriesen, weil es die Markenbekanntschaft und den Marktanteil erhöht. Das gilt auch für Pantry in Verbindung mit Amazon Prime für monatlich 7,99 Euro, in dem auch andere Dienste wie kostenloses oder vergünstigtes Prime Video, Prime Music und Premiumversand enthalten sind.

Zudem setzt Amazon darauf, dass Lieferkonditionen an bestimmte Bedingungen wie die Prime-Mitgliedschaft oder an ein bestimmtes Umsatzvolumen geknüpft sind. Waren ab einem Bestellwert von 29 Euro werden laut Amazon beim Standardversand in der Regel kostenlos versandt.

Versand ab wann kostenlos?

Auch viele kleinere Online-Shops haben verstanden, dass der kostenfreie Versand bei einem Warenwert von 30 bis 60 Euro zu verschmerzen ist, weil sie die Kosten dadurch kompensieren, dass ihnen die Kundschaft nicht abspringt. Lausin erwähnt in dem Zusammenhang den Lebensmittellieferservice Get Grocery, der in Deutschland, Österreich, Frankreich und den Niederlanden bei einem Warenwert ab 49 Euro kostenlos versendet.

Viele Online-Modehäuser wie About You bieten sogar generell einen kostenlosen Versand und Rückversand an, preisen das aber ein. Denn die eingangs genannte Wharton-Studie mag zwar nicht eins zu eins auf Deutschland übertragbar sein, aber dennoch ist davon auszugehen, dass auch hier viele Konsumenten lieber etwas mehr ausgeben, wenn der Versand auch bei kurzen Lieferzeiten möglichst kostenfrei ist.

Kundenärger bei Nichtzustellbarkeit vermeiden

Bei der Wahl des Logistikunternehmens ist übrigens darauf zu achten, was mit Lieferungen geschehen soll, wenn der Empfänger nicht zu Hause ist. Das gilt natürlich besonders für Lebensmittel.

Manche Paketdienste legen die Lieferung in Mehrfamilienhäusern nach vorheriger Absprache direkt vor der Tür ab oder vertrauen sie Nachbarn an, andere haben die strikte Politik, dass die Ware bei Nichtzustellung in einem nahegelegenen Paketshop oder in der Zentrale abgegebenen werden muss.

Wenn die zentrale Stelle wie bei manchen Zustelldiensten weit weg ist, werden die Kunden nur unnötig verärgert. Paketshops wie die von DHL, Hermes, GLS, DPD und UPS sollten aus demselben Grund auch möglichst in der Nähe des Kunden liegen und ohne große Anfahrwege erreichbar sein.

Das Abstellen vor der Tür oder das Abgeben in einer Paketstation ist immer eine Gratwanderung zwischen flexibler und diebstahlsicherer Zustellung. Daher kann es auch sinnvoll sein, den Kunden die Möglichkeit anzubieten, selbst zu entscheiden, was mit der Lieferung bei Nichtzustellbarkeit geschehen soll. Bei manchen Online-Versandhäusern kann man zum Beispiel einen oder mehrere Nachbarn als vorübergehende Lieferadresse angeben.

Finanzierung deutscher Unternehmen durch Funding Circle erreicht 100 Millionen Euro

Funding Circle, der weltweit führende Marktplatz für Unternehmensfinanzierung, verkündet kurz vor Jahresende das Erreichen eines Meilensteins: Am 14. Dezember 2017 haben die Investitionen in die Finanzierung deutscher Unternehmen über die Funding Circle Plattform (www.fundingcircle.de) ein Gesamtvolumen von 100 Millionen Euro überschritten. Über 3.000 private und institutionelle Investor*innen haben seit 2014 mehr als 1.100 KMU mit benötigtem Kapital bei ihren Wachstums- und Innovationsplänen unterstützt. Funding Circle hat durch die vermittelten Finanzierungen in Deutschland die Schaffung von rund 2.300 Arbeitsplätzen * ermöglicht.

Thorsten Seeger, Geschäftsführer Deutschland bei Funding Circle: „Wir sind stolz darauf, dass wir kleine Unternehmen – und damit die deutsche Wirtschaft – mit Finanzierungen von mehr als 100 Millionen Euro unterstützen konnten. Neben einem Meilenstein für Funding Circle ist dies ein klares Signal, dass das Vertrauen in das Kreditmarktplatzmodell und die Anlageklasse KMU-Finanzierung wächst. Wir sind auf dem richtigen Weg, uns als bevorzugte Alternative zum Bankkredit zu etablieren.“

„Aber das war erst der Anfang. Wir haben ein Drittel der 100 Millionen Euro allein in der zweiten Hälfte dieses Jahres vermittelt. Für die nächsten 100 Millionen werden wir statt drei Jahre nur ein Viertel der Zeit brauchen. Dieses Wachstum spricht klar für das steigende Bewusstsein hierzulande, dass der deutsche Mittelstand zeitgemäße Finanzierungsangebote verdient und nötig hat. Diese müssen den heterogenen Ansprüchen der Unternehmen gerecht werden und den technologischen Möglichkeiten Rechnung tragen.“

„Kreditmarktplätze wie Funding Circle sanieren ein überholtes System: Indem wir kleinen Unternehmen aller Branchen über unseren Online-Marktplatz unbürokratisch und innerhalb von 48 Stunden Zugang zu flexibler Finanzierung ermöglichen, sorgen wir für finanzielle Inklusion. Investitionen in KMU-Finanzierung reduzieren folglich die Abhängigkeit vom traditionellen Kapitalmarkt und sind ein direkter Beitrag zu Wirtschaftswachstum und der Schaffung von Arbeitsplätzen.“

Die verschlechterten Finanzierungsbedingungen insbesondere für kleine Unternehmen sind in den letzten zehn Jahren zu einem der größten Innovations- und Wachstumshemmnisse geworden. Je jünger und kleiner das Unternehmen, desto höher sind die Hürden – trotz guter Bonität. Mehr als jedes vierte Unternehmen mit einem Umsatz von bis zu einer Million Euro berichtet hierzulande von gestiegenen Schwierigkeiten beim Kreditzugang. **

Erst im November hatte Funding Circle weltweit eine Kreditvergabe in Rekordhöhe verbucht: Der Marktplatz vermittelte letzten Monat Darlehen im Volumen von insgesamt über 260 Millionen
US-Dollar (~220 Millionen Euro). Kurz danach hatte das Unternehmen die historische Marke von fünf Milliarden US-Dollar seit seiner Gründung 2010 durchbrochen. Insgesamt hat Funding Circle bisher weltweit 40.000 kleine und mittlere Unternehmen unterstützt und so zur Schaffung von über 100.000 Arbeitsplätzen* beigetragen.

  • Basierend auf dem durchschnittlichen Kreditvolumen und der durchschnittlichen Anzahl an – direkt und indirekt – geschaffenen Arbeitsplätzen pro über Funding Circle finanziertem Unternehmen; Quelle: CEBR-Studie, 2016.
    ** Quelle: KfW-Unternehmensbefragung 2017

Über Funding Circle

Funding Circle (www.fundingcircle.de) ist der weltweit führende Marktplatz für Unternehmensfinanzierung. Seit seiner Gründung 2010 hat das Unternehmen Kredite im Wert von insgesamt mehr als 4,7 Milliarden Euro an 40.000 kleine und mittlere Unternehmen (KMU) vermittelt. Über 70.000 private Anleger*innen sowie Finanzinstitutionen (wie z. B. die KfW, die Europäische Investitionsbank und die British Business Bank) haben diese über die Funding Circle Plattform mit Kapital unterstützt und so rund 100.000 Arbeitsplätze geschaffen.
Das Deutschlandgeschäft von Funding Circle wird vom Berliner Team mit umfassender Finanz- und Tech-Expertise unter der Leitung von Thorsten Seeger (ehem. Barclays und Lloyds Banking Group) geführt. Funding Circle hat seinen Hauptsitz in London (Großbritannien) und operiert zudem in den USA sowie den Niederlanden. [Stand: Dezember 2017]

Über Online-Marktplätze für Unternehmensfinanzierung

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) haben es in Deutschland zunehmend schwer, über Banken, Volksbanken und Sparkassen Zugang zu Fremdkapital zu bekommen. Online-Marktplätze für Unternehmensfinanzierung wie Funding Circle sind die zuverlässige Alternative, die diese Versorgungslücke füllt. Auf seiner Plattform vermittelt Funding Circle zwischen 5.000 und 250.000 Euro für die Wachstums- und Innovationsvorhaben deutscher KMU. Und das schnell, unbürokratisch und flexibel: Das Finanzierungsangebot erhalten Unternehmerinnen innerhalb 48 Stunden, die Auszahlung erfolgt für gewöhnlich in sieben Tagen und eine vorzeitige Tilgung ist jederzeit gebührenfrei möglich. Privatpersonen und institutionellen Anlegerinnen bieten Investitionen in Unternehmenskredite Zugang zu einer stabilen Geldanlage mit attraktiven Renditemöglichkeiten – und leisten schon ab 100 Euro einen wertvollen Beitrag zur lokalen Wirtschaft.

ESCP Europe gründet Jean-Baptiste Say Institut für Entrepreneurship

ESCP Europe gründet Jean-Baptiste Say Institut für Entrepreneurship

Die ESCP Europe Wirtschaftshochschule Berlin feiert das 10-jährige Jubiläum des Lehrstuhls für Entrepreneurship. Mehr als 50 Professoren, Wissenschaftler und Praktiker forschen hier inzwischen zu den Themen unternehmerisches Mindset, unternehmerische Methoden und Innovationsprozesse sowie Kontexte für unternehmerisches Handeln. Eingebunden war die Jubiläumsfeier in das jährlich stattfindende Entrepreneurship Festival. In diesem Rahmen wurde am 16. November auch das Jean Baptiste Say Institut gegründet, das künftig alle Aktivitäten der verschiedenen Standorte bündelt und zusammenfasst. Mit der Namensgebung ‚Jean Baptiste Say‘ erinnert die ESCP Europe an den Ökonomen und Initiator, der 1819 die Business School mitgegründet hat. Zugleich gilt Say, als einer der Ersten, die den Begriff Entrepreneurship geprägt haben.

“Mit der Umbenennung des Lehrstuhls für Entrepreneurship – vormals ChairEEEE – verbindet die ESCP Europe die Tradition als älteste Wirtschaftshochschule der Welt mit einer zukunftsfähigen Ausbildung“, erklärt Andreas Kaplan, Rektor der ESCP Europe Berlin. „Wir bereiten künftige Manager darauf vor, in globalen, dynamischen und vor allem unsicheren Märkten unternehmerische Initiative zu ergreifen. Ziel ist es immer, die konzeptionellen und unternehmerischen Fähigkeiten der Absolventen zu entwickeln und zu stärken. Dies kann sich einerseits in der Praxis darauf beziehen, neue Geschäftsmöglichkeiten zu identifizieren und umzusetzen. Andererseits kann es darum gehen, Veränderungen und Transformationen in bestehenden Unternehmen zu bewirken“, ergänzt René Mauer, Professor für Entrepreneurship und Innovation an der ESCP Europe Berlin.

Entrepreneurship & Innovation an der ESCP Europe studieren

Entrepreneurship ist schon lange fester Bestandteil der Managementausbildung an der ESCP Europe: In der „Option E – Entrepreneurial Immersion“, haben die Studierenden des Master in Management Programms die Möglichkeit im zweiten Studienjahr den Schwerpunkt Entrepreneurship zu wählen. Seit kurzem bietet die ESCP Europe Berlin den Master in Entrepreneurship & Sustainable Innovation sowie den Master in Strategy & Digital Business an, bei dem der Schwerpunkt in den Hauptfächern ebenfalls auf dem Thema Entrepreneurship liegt. Beide Masterprogramme starten im Herbst 2018.
Im Bereich der Executive Education unterstützt die U-School – the Entrepreneurial Acceleration Programme – in Zusammenarbeit mit erfahrenen Unternehmern die Teilnehmenden bei der Entwicklung eines unternehmerischen Mindsets, bei der Umsetzung ihrer Projektvorhaben anhand neuer Geschäftsmodelle und bei der unternehmerischen Entwicklung ihrer Unternehmen und Organisationen. Der Executive Master in Digital Innovation and Entrepreneurial Leadership geht noch einen Schritt weiter und ermöglicht auch den Abschluss als Master of Science.

Mit der Blue Factory zum Startup

Im Rahmen der Blue Factory, dem Start-Up Inkubator der ESCP Europe, werden jährlich bis zu 150 Projekte von der Idee bis zur Gründung begleitet. Darüber hinaus bietet die Blue Factory auch den Teilnehmenden aller Studiengänge Raum für kreativen Austausch und Unterstützung bei der Entwicklung ihrer Projektideen bis hin zur Unternehmensgründung.

Entrepreneurship Festival @ ESCP Europe

Das Entrepreneurship Festival ist ein hochschulweites Event, das zeitgleich auch in London, Madrid, Paris und Turin stattfand. Mehr als 2.500 Besucher widmeten sich der aktuellen Fragestellung, wie wir morgen leben und arbeiten werden. Zudem stellten Studierende unterschiedliche Businessmodelle und Projekte für digitale Innovationen vor. Am Paris Campus gab es eine Art ‚Schiedsgericht‘, das der Frage ‚Will the Entrepreneur kill the Manager?‘ nachging.
Das Entrepreneurship Festival wurde 2009 vom Lehrstuhl für Entrepreneurship & Innovation in Paris (ChairEEEE) ins Leben gerufen, verbunden mit einem einzigartigen Konzept: Besuchern und externen Teilnehmenden die Möglichkeit zu bieten, in die Welt des Unternehmertums einzutauchen, sich zu beteiligen und im Rahmen von Workshops und Projekten selbst für einen Tag zum Entrepreneur zu werden und dadurch auch Impulse für den eigenen beruflichen Kontext zu erhalten.

Über die ESCP Europe

Die ESCP Europe, die weltweit älteste Wirtschaftshochschule (est. 1819), mit ihrem seit 1973 bestehenden Multi-Campus Modell in Berlin, London, Madrid, Paris, Turin und Warschau “lebt” und fördert aktiv den europäischen Gedanken. Heute hat die ESCP Europe rund 4.600 Studierende und 5.000 Executives aus mehr als 100 Nationen an ihren sechs europäischen Standorten. Die ESCP Europe Berlin ist als wissenschaftliche Hochschule staatlich anerkannt und bundesweit die erste Hochschule, die von allen drei wichtigen internationalen Akkreditierungsagenturen – AACSB, AMBA und EFMD (EQUIS) – ausgezeichnet wurde. Sie gehört damit zu dem einen Prozent aller Business Schools weltweit, die die so genannte „Triple Crown“ erhalten hat. Weitere Informationen zur ESCP Europe Business School Berlin: www.escpeurope.eu/de

BMBF fördert Virtual Reality für die Gesundheitsbranche

Im Gaming Bereich gehören Virtual, Augmented und Mixed Reality schon fast zum Standard. Doch das Eintauchen in virtuelle Welten mit Spezialbrille bietet weitaus mehr als spannende Spielerlebnisse. Speziell im Gesundheitsbereich eröffnen sich interessante neue Versorgungsmöglichkeiten und -wege.

Ob demographischer Wandel, Fachkräftemangel oder ländliche Unterversorgung, ein Hauptproblem ist das fehlende Personal mit der notwendigen Expertise vor Ort zur richtigen Zeit. Warum also nicht eine virtuelle Anwesenheit erschaffen, die die Fachexpertise über Distanzen hinweg für jedermann verfügbar macht? Ein weiteres Anwendungsszenario könnte die maßstabsgetreue Planung und Simulation komplexer Operationsmethoden in Echtzeit sein.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung sieht großes Potenzial in den VR/AR/MR-Technologien. Für den Durchbruch dieser Systeme im medizinischen Bereich fehlen jedoch noch geeignete VR/AR-Kommunikationssysteme. Das Ministerium will junge Start-ups, Unternehmen, Hochschulen und Forschungsinstitutionen darin unterstützen, solche Systeme zu erforschen und zu entwickeln. Der Schwerpunkt der Förderung liegt auf der Mensch-Technik-Interaktion im Sinne einer verbesserten lmmersion und innovativer Multi-User-Anwendungen. Dabei sollen eine intuitive Nutzbarkeit, die Zuverlässigkeit der Technik und auch die Sicherheit für die Anwenderinnen und Anwender berücksichtigt werden.

Aufgrund der Komplexität des Themas und der Notwendigkeit zur Standardisierung werden neben Verbundprojekten auch sogenannte „Living Labs“ gefördert. Ziel ist die Verständigung auf gemeinsame Standards für die VR/AR-Technologien und die Entwicklung einer gemeinsamen technischen Plattform. Interessenten können sich mit spannenden Anwendungsszenarien um die Förderung eines eigenen VR/AR-Labs bewerben. Voraussetzung dafür ist die enge Anbindung an ein gefördertes Projekt und die Bereitschaft, allen geförderten Projekten eine Plattform für die Erprobung und die Integration von Ergebnissen zu einem Gesamtsystem zu bieten. So soll eine engere Zusammenarbeit und Vernetzung der Community erreicht und gleichzeitig die wirtschaftliche und wissenschaftliche Position Deutschlands gerade im Gesundheitsbereich weiter gestärkt werden.

Bis zum 13. Dezember 2017 können sich Unternehmen und Forscher für eine Förderung bewerben. Mehr Informationen finden sie in der Bekanntmachung des BMBF: Interaktive Systeme in virtuellen und realen Räumen – Innovative Technologien für ein gesundes Leben.

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